Tanja Nuster

Schnittwoch: Was mir jedes mal den Studienbeginn vermiest

So schnell geht’s her, und der Sommer ist auch schon wieder um. Schon vor zwei Wochen hatten die steirischen Schüler und Schülerinnen die Ehre, wieder die Schulbank drücken zu dürfen. Auch für mich als Studentin geht’s nächste Woche Montag langsam los.

Entspannt ins Semester starten nach einem langen Sommer, hoch motiviert und voller Elan? Schön wär’s! Die Realität schaut für uns Studenten meistens anders aus.

Vier Dinge, die dir den Studienbeginn so richtig vermiesen können

Der Kontostand

Viele Studierende nutzen den Sommer für einen Ferienjob, da freut sich vor allem das Konto. Das Problem dabei: Schöner wäre es, über das ganze Jahr auf dieser Gehaltshöhe zu bleiben. Leider geht sich für die meisten aber neben dem Studium nur ein Teilzeitjob, wenn überhaupt, aus. Dieser Gedanke kommt natürlich pünktlich zu Semester-Start. Für mich ein richtiger „Anzipf“.

studenten
Leider oft der einzige Inhalt im Geldtascherl eines Studenten.

Das letzte Semester

Vor dem neuen Semester lässt man gerne das alte Revue passieren. Nicht immer ist alles nach Plan gelaufen. Bestimmte Ziele konnten nicht eingehalten werden, und man ärgert sich, dass man sich nicht schon früher darum gekümmert hat.

Auch wenn das einen im ersten Moment etwas demotivieren könnte, wird einem dadurch erst bewusst, was man in puncto Zeiteinteilung verbessern sollte. Deshalb: Analysieren und mit verbessertem Zeitmanagement wieder ins Uni-Leben starten!

Das Wetter

Auch wenn es lächerlich klingt, ich bin ein richtiger Sommer-Mensch und liebe die heiße Jahreszeit. Deshalb graust es mich jedes Jahr aufs Neue, wenn sich langsam der Herbst breitmacht. Kälte und Nebel am Morgen – auch das kann einem die Freude und Motivation vermiesen.

Aber jammern hilft wie bekanntlich wenig. Warme Pullis, Haube und Handschuhe wieder hervorkramen und dann darf man sich vielleicht sogar schon ein bisschen auf die Adventsmärkte freuen. (Glühwein! 😉 )

Der Stundenplan

Als Studentin habe ich dankbarer Weise die Möglichkeit, mir meinen „Stundenplan“ selbst zusammen zu stellen. Ich besuche Wahlfächer, die mich interessieren. Lege mir Vorlesungen und Kurse so zurecht, dass nicht allzu viele Freistunden dazwischenliegen und teile mir so meine Zeit effektiv ein.

HAHA.

Stundenplan zusammenstellen – für mich eines der nervigsten To-Dos vor dem Semesterbeginn, wenn es um Wahlfächer geht. Warum? Man sucht stundenlang nach passenden Lehrveranstaltungen, die einen im besten Fall persönlich ansprechen und von denen man glaubt, dass sie einen auch fürs spätere Berufsleben von Vorteil sein könnten. Ist man dann endlich fündig geworden, kommt erstmal Freude auf.

Dann heißt es anmelden. Spätestens jetzt bemerkt man, dass sich die Hälfte der Lehrveranstaltungen, Seminare (oder was auch immer) zeitlich überschneiden.  Also abwägen und weitersuchen.

Dieses Mal keine Überschneidungen, dafür aber ein Loch von fünf Stunden – Spitze! Und von den Wartelisten für Seminare fangen wir gar nicht erst an.

 

Ich bin mir sicher, dass sich der eine oder andere auch gerade über die selben Dinge ärgern muss. Es dauert nun mal ein bisschen bis man wieder in der Routine angelangt ist und bis dahin darf man ruhig ein bisschen jammern.

„Aller Anfang ist schwer“ – aber mit einem gut durchdachten Zeitplan, frisch gesetzten Zielen und Vorsätzen fällt einem der Einstieg bestimmt etwas leichter. Immerhin bleiben ja noch ein paar Tage um die benötigte Motivation aufzubringen.